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Korbwerkstatt
Korbwerkstatt-Krines
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Willkommen in unserer Welt der Korbwaren und Flechtkunst
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Kleine Materialkunde
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Das wichtigste Flechtmaterial im heimeischen Raum ist nach wie vor die Weide. Sie gilt bis in die heutige Zeit hinein noch immer als das bedeutenste Flechtmaterial aus dem sich die Körbe herstellen lassen, die die höchste Belastung aushalten müssen. So findet sie naturgemäß in allen Bereichen Anwendung. Auch wenn in den letzten Jahrzehnten die Rattanmöbel die Weidenmöbel weitgehenst verdrängten, so hat sich die Weide auf dem Sektor Handkörbe, Gebrauchskörbe, Kleinkorbwaren mehr und mehr durchgesetzt. Kaum, dass ein Einkaufskorb heute nicht mehr aus Weide besteht. Von den Holz- uind Kaminholzkörben ganz zu schweigen. Weide bietet bei weitem das widerstandsfähigste Flechtmaterial. Sie zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und gehört zu den artenreichsten Pflanzen überhaupt. Ca 300 verschiedene Weidenarten sind bekannt. Die Gattung Weide wächst vorwiegend auf feuchten nährstoffreichen Böden. Als Flechtweide aus einer Kultur gewonnen, bringt sie bei guter Pflege alljährlich zähe und biegsame Ruten hervor, die sich bestens zum Flechten eignen. Eine der am meisten vertbreiteste Art ist die Amerikanerweide. Sie wurde in Deutschland erst im späten 19. Jahrhundert bekannt, die ein findiger weltreisender Schlesier mit nach Deutschland brachte. Die Amerikanerweide bringt besonders schlanke und geeignete Ruten zum Flechten von Körben hervor. Andere gebräuchliche Weiden sind:
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Die Hanfweide (salix viminalis)
Die stockweide (salix dasyglados)
Die Purpurweide (salixpurpurea)
Die Mandelweide (salix amygdalina triandra)
Die Amerikanerweide (salix americana)
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Die Weide treibt im Frühjahr aus und erreicht bis zum Herbst Höhen von bis zu drei Meter, je nach Sorte. eine gute und gepflegte Weidenkultur hat eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren. Die Weide wird während der Saftruhe in den Monaten von November bis Februar/März alljährlich geerntet.
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Links: Eine teils abgeerntet Weidenanlage.
Um die Rinde zu entfernen ist es nötig die Weide in einen seichten Wasser nach der Ernte einzustellen und sie neu antreiben zu lassen. Nach vier bis sechs Wochen stehen sie in vollen Saft und sind schälreif. Mit viel Mühe wird dann die Weidenrinde von den einzelnen Ruten per Hand abgezogen.
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Nachdem sie dann in der Sonne getrocknet ist, neu sortiert und gebündelt wurden, lagert man sie zum austrocknen. Erst dann sind sie verarbeitungsfähig.
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Weide wird in den verschiedenesten Versionen verwendet. Mit der Schale verflochten nimmt man sie zu Arbeits - und Pflanzkörbe. Dazu müssen sie allerdings ca ein Jahr nach dem ernten gelagert werden, damit sie die nötige Qualität erreichen. Zu einer Neuverarbeitung benötigen sie dann bis zu 4 Wochen Einweichzeit. Geschälte Weiden sind naturhell. Man bezeichnet sie als weiße Weide. Einweichzeit nach dem Trocknen ca 2-3 Std. Genauso die braune oder auch gesottene Weide. Man erhitzt sie vor dem Schälen bis die Schale aufplatzt. Durch die eigene Gerbsäure färbt sie sich ohne jeglichen Zusatz braun. Je schneller sie dann trocknet, desto kräftiger die Farbe. Auch sie sollte erst gut gelagert verarbeitet werden.
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Rattan und Peddig
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Rattan ist eine veramerikanisierte Bezeichnung für Rotang (Rotang calamus). In der lateinischen Sprache bedeutet das soviel wie Spazierstock. Der Begriff Rattan ist eigentlich eine übergeordnete Bezeichnung für an die 600 verschiedene Arten des Rohrs. Es gedeiht am besten in den feuchtwarmen Gebieten Südostasiens. Rattanpalmen werden bis zu 160 Meter lang und zählen damit zu den längsten Landpflanzen der Erde. Rattan ist eine Kletterpflanze, die zum Wachstum einen Stützbaum benötigt. Es hat das Aussehen eines Schlinggewächses. Der Stamm zeigt in kleineren Abständen Knoten, aus denen gefiederte Blätter kommen. Eigentlich ist Rattan ein Unkraut im tropischen Wald.
Von den ca. 600 Arten werden im Handel ca. 20 angeboten. Ein großer Teil von ihnen kommt aus Indonesien. Die wichtigste Art stellt dabei die Art Manau dar. Was landläufig als Rattan bezeichnet wird.
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Die verschiedenen Peddigfäden und Peddigbänder werden ausschließlich aus Rattanstangen gehobelt. So ist es möglich, dass man Peddig in den verschiedensten Formen und Größen erhält. Auch das so massive feine Stuhlflechtrohr entsteht aus Rattan. Es wird aus der Kieselsäureschicht der Außenhaut gehobelt.
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Bambus (es heißt in seinem Heimatland “Bamboo”)
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Bambus ist im Gegensatz aller gängigen Meinungen als Rohr kein Flechtmaterial. Es dient auschließlich der grünen, das heißt rohen, Nutzen. Wo es vorkommt findet es Verwendung in der Architektur, im Haushalt und der Musik. Nur aufwendig fein gehobelten Zustand hat Bambus einen flechterischen Wert.
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Bambus wächst in malaiisch-indonesischen Raum. Es zählt zu der Familie der Gräser. Der hohle und mit Knoten übersähte Halm hat ein sehr schnelles Wachstum und erreicht eine Höhe bis zu 30 Meter. Der hohe Stamm wird durch die Knoten und die stark verkieselte Schale gefestigt. Hierzulande verwendet man Bambus nur zu leichten und doch haltbaren Stützen wie etwa in der Pflantenzucht für eine Rankpflanze. In seinen Heimatland hingegen baut man ganze Wohnhäuser und Brücken mit dem stabielen Stäben. Da es besonders widerstandfähig und elastisch ist, kann selbst ein Erdbeben den so errichteten Gebäuten nichts anhaben. Was aus Bambus erbaut wurde, bleibt stehen.
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Kubanisches Palmblatt wurde von 1880 bis 1910 in Deutschland verflochten. Heute ist das Material nicht mehr in Gebrauch. Aus seinem Ursprungsland werden Fertigprodukte nach Deutschland importiert. Wie etwa der geflochtene Fächer oder Puppenarbeiten. Auch kommen aus der kubanischen oder chinesischen Feinflechterei zu Tiere gebundene Palmblattarbeiten zu uns.
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Weiden und ihre Möglichkeiten.
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Rattan - und Peddigprodukte
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Werkzeuge
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